| Wesenszüge von Wanderungen im Hochgebirge spiegeln sich in unserem Weg mit und in der Architektur wider. Die Frage, wer geht mit, fordert ein Höchstmaß an Übereinstimmung, gleiches Tun setzt gleiches Wollen voraus. Die Geschwätzigkeit des anderen behindert die eigene Aufmerksamkeit und den Rhythmus. Jeder Schritt reagiert auf Bestehendes und fordert das Augenmerk auf Neues. Es ist ein Ausloten von Machbarem, ein Erspüren von eigenen Grenzen und das Respektieren von Gesetzmäßigkeiten.
Der Weg ist das Ziel. Kontinuierliches Gehen findet den eigenen Rhythmus.
Unsere Arbeit wird bestimmt durch Zweckmäßigkeit und Zurückhaltung. Entscheidender
Faktor ist die täglich anfallende Wirklichkeit. Wir versuchen das Geheimnis des Selbstverständlichen zu ergründen, das Besondere im Alltäglichen auszuloten, um das Unsichtbare, nicht Faßbare freizulegen.
Eine Architektur, die zu berühren vermag.
Berühren in der Stadt, beim Nachbar, beim Nutzer. Dieser Weg ist nicht immer einfach.
Denn die Vielzahl der am Projekt beteiligten Entscheider ist oft wenig gewillt diesen Weg mitzugehen. Intensive Diskussionen sind oft im Vorfeld Zeichen einer Berührung, die stattfindet.
Unsere Arbeit umschreibt den Lebensraum eines jeden von uns. Ein Lebensraum, der über das Wohnen hinausgeht, und Dinge des täglichen Lebens wie lernen, arbeiten, kaufen, erholen etc. mit einschließt. |